Streuobstwiesen zählen in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft zu den artenreichsten Lebensräumen. Auf mehr als 2.000 verschiedene Tierarten bringt es ein durchschnittlicher Obstwiesenbestand. Oft werden die Höhlen alter Obstbäume von Steinkauz, Fledermaus oder Siebenschläfer bewohnt. Auch in Rosbach gibt es eine Vielzahl an Streuobstwiesen. „Ein wesentliches identitätsstiftendes Kulturgut von Rosbach und Rodheim ist die Einbettung der Orte in einen Streuobstwiesengürtel. Streuobstwiesen stiften vielfältigen Nutzen. Sie sind Naherholungsraum und tragen zur Erreichung unserer Klimaschutzziele bei. Der Erhalt der örtlichen Streuobstwiesen sollte daher stärkere Würdigung erfahren. Wir schlagen hierzu vor, ein kommunales Streuobstwiesenprogramm aufzulegen“, so der Vorsitzende der CDU Rosbach, Jörg Egerter.

Die CDU Rosbach hat daher einen Antrag für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingereicht, mit dem der Magistrat gebeten wird, ein kommunales Streuobstwiesenförderprogramm aufzulegen. Die benötigten finanziellen Mittel in Höhe von 3.000€ sollen mit der Haushaltsplanung 2022 bereitgestellt werden.
Gefördert werden sollen hoch- und halbstämmige Obstbäume mit regionalen Sorten. Als Beispiel dient das bestehende erfolgreiche Förderprogramm des Wetteraukreises.
„Der Erhalt der Streuobstwiesen erfordert nicht nur einen kontinuierlichen Arbeitseinsatz, sondern ist auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Regelmäßig müssen Bäume aufgrund von Überalterung oder krankheitsbedingt ersetzt werden. Die Kosten für Baum, Pflanzpfosten, Verbissschutz etc. können sich schnell auf 100 Euro summieren. Wir möchten die Obstwiesenbesitzer finanziell unterstützen und somit deren Engagement stärker würdigen. Mit diesem Förderprogramm wollen wir auf kommunaler Ebene vorangehen und hoffen, dass sich auch weitere Kommunen anschließen“, so der CDU Stadtverordnete und Nieder-Rosbacher Ortsvorsteher Dr. Philipp Gerlach, der Impulsgeber für diese CDU Initiative ist.

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