Entsetzt reagiert die CDU Rosbach auf die in der Neujahrsnacht umgestoßene Stele am Dr. Walter Lübcke Platz. „Wir empfinden diese Aktion als abstoßend und widerlich. Wir hoffen sehr, dass dies keine politisch motivierte Tat war, sondern lediglich Vandalismus in der Neujahrsnacht. Was allerdings ebenfalls schlimm genug wäre“, so der Vorsitzende der CDU Rosbach und Initiator der Namensgebung für den Dr. Walter Lübcke Platz, Jörg Egerter.
Auf Initiative der CDU Rosbach hatten sowohl die Stadtverordneten als auch der zuständige Ortsbeirat Ober Rosbach beschlossen, den Platz vor der Adolf Reichwein Halle in Dr. Walter Lübcke Platz zu benennen. Die Stele wurde im Oktober 2020 im Beisein der Familie Lübcke im Rahmen einer Gedenkfeier der Stadt enthüllt, an der auch Landtagspräsident Boris Rhein teilgenommen hatte.
Egerter betonte noch einmal, dass der Vorplatz der Adolf Reichwein Halle der passende Platz für die Namensgebung sei. „Adolf Reichwein wurde aufgrund seiner Überzeugung von den Nationalsozialisten hingerichtet. Daher ist es richtig und wichtig, dass wir in Rosbach jedes Jahr seiner Gedenken und dazu beitragen, dass er und sein Wirken in Rosbach niemals vergessen werden. Auch Dr. Walter Lübcke wurde aufgrund seiner Überzeugung und seines Eintretens für das friedliche Zusammenleben und den Zusammenhalt der Gesellschaft ermordet. Walter Lübcke wandte sich offen gegen jene, die anstelle einer sachlichen politischen Auseinandersetzung mit Hass und Hetze agitierten. Alle demokratischen Kräfte sind aufgefordert, diesem Hass dort zu begegnen, wo er sichtbar wird und mit aller Kraft dagegen vorzugehen. Ganz im Geiste von Walter Lübcke. Mit der Benennung des Platzes hat Rosbach dazu beigetragen, dass Dr. Walter Lübcke und sein Eintreten für das friedliche und menschliche Zusammenleben in Rosbach niemals vergessen wird. Vor diesem Hintergrund sei der Vandalismus an der Stele daher mehr als abstoßend.

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